Seit 2023 in Hirzenhain

Genuss in seiner
schönsten Form

Zwischen Weinwissen und Wahnsinn – ein exklusiver Kreis leidenschaftlicher Genießer in Hirzenhain.

Auf die Warteliste Über den Club
Exklusivität & Leidenschaft

Unser Weinclub

Was 2023 mit einem Glas feinherben Riesling und einer Schnapsidee begann, ist für uns heute ein fester Bestandteil der Hirzenhainer Kultur. Regelmäßige Tastings, festliche Menüs, unerwartete Gäste und immer wieder neue Entdeckungen im Glas prägen unsere Abende.

Bei uns trifft Expertise auf Experimentierfreude, Candlelight auf Korkenzieher und Tiefgang auf Trinkfreude. Ob blauer Wein, Pinot Noir oder einfach nur gute Gesellschaft – bei uns ist everytime Wine o'clock.

Ergänzt wird dieses Selbstverständnis durch das, was uns im Kern ausmacht: Wir sind ein fester Freundeskreis von Gleichgesinnten, der sich aus Genuss, Neugier und Vernunft rund um das Thema Wein zusammengefunden hat. Unser Fokus liegt auf gemeinsamer Verkostung, ehrenamtlichem Austausch und einem angenehmen, ruhigen Miteinander ohne Leistungsdruck, aber mit Anspruch.

Als gewachsener Freundeskreis erweitern wir unseren Kreis für gewöhnlich nicht um neue Mitglieder. Aufgrund der hohen Nachfrage führen wir jedoch eine Warteliste, über die wir gelegentlich einzelne Gäste zu ausgewählten Abenden einladen.

Auf die Warteliste
Gesellige Weinverkostung
"Hirzenhain schenkt kräftig ein, Genuss muss schließlich flüssig sein." - Hirzenhainer Weinspruch
Kultur & Genuss

Treffen & Verkostungen

Wir treffen uns alle zwei Monate zu einer gemeinsamen Verkostung.

Jeder Abend folgt einem klaren, aber bewusst unkomplizierten Grundkonzept, das leicht verständlich ist und keinen formellen Rahmen benötigt. Im Mittelpunkt stehen der Wein, das gemeinsame Erleben und der Austausch – ohne feste Regeln, aber mit Struktur.

Das Konzept

Ein festgelegtes Wein- oder Themenkonzept, das sich durch den Abend zieht, bildet den roten Faden unserer Verkostung.

Die Runde

Eine ruhige, ausgewählte Runde, in der Gespräche Raum haben und ausreichend Zeit für Austausch und Genuss bleibt.

Special Guests

Zwei Special Guests, die nicht nur zur Gruppe passen, sondern im Idealfall auch untereinander gut harmonieren.

Bei der Auswahl unserer Special Guests legen wir großen Wert darauf, dass die Stimmung am Abend stimmig bleibt. Wir achten bewusst darauf, Persönlichkeiten einzuladen, die sowohl zur Gruppe als auch zueinander passen, damit sich Gespräche natürlich entwickeln und eine angenehme Dynamik entsteht.

So entstehen Abende, die entspannt, seriös und zugleich gesellig sind – mit guten Gesprächen, inhaltlichem Tiefgang und passender Kulinarik. Unser Anspruch ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlt und gerne zuhört, mitredet oder einfach genießt – ohne dass es kompliziert oder belehrend wird.

Entdeckungsreisen

Unsere Weinreisen

Unsere erste gemeinsame Weinreise führte uns an die Mosel – eine der traditionsreichsten, aber zugleich spannendsten Weinregionen Deutschlands. Kaum eine andere Region zeigt so eindrucksvoll, wie stark Landschaft, Klima und Handarbeit den Charakter eines Weins prägen.

Die Mosel ist geprägt durch:

  • extrem steile Weinberge, die fast ausschließlich in Handarbeit bewirtschaftet werden
  • Schieferböden, die Wärme speichern und den Weinen ihre typische Mineralität verleihen
  • ein eher kühles Klima, das für Frische, lebendige Säure und Eleganz sorgt
  • eine beeindruckende Stilvielfalt von trocken bis edelsüß

Moselweine wirken oft leicht und filigran, besitzen aber gleichzeitig Tiefe, Spannung und ein bemerkenswertes Reifepotenzial. Besonders der Riesling zeigt hier eindrucksvoll, wie stark Herkunft und Boden den Charakter eines Weins beeinflussen können.

Eindruck von der Mosel-Reise
Eindruck von der Mosel-Reise
Eindruck von der Mosel-Reise
Eindruck von der Mosel-Reise

Besuchte Weingüter & Verkostungen

  • Weingut Rosenbaum
  • Weingut Mesenich
  • Weingut Servatimüller

Besondere Erlebnisse

Während der Reise haben wir nicht nur unterschiedliche Weine, sondern auch verschiedene Menschen, Philosophien und Formen der Verkostung kennengelernt:

  • klassische Kellerführung & Weinprobe
  • Planwagenfahrt durch die Steillagen
  • Boots-Verkostung auf der „Schoppe 2"

Auf allen Stationen wurden wir hervorragend begleitet, haben viel gelernt, außergewöhnliche Weine probiert und intensive, offene Gespräche geführt. Die Weinreise war für uns ein voller Erfolg, weshalb wir uns gut vorstellen können, auch in Zukunft immer wieder Weinreisen anzubieten.

Eine separate Anmeldung für Weinreisen über die Warteliste ist nicht möglich. Die Auswahl erfolgt ausschließlich durch die Verantwortlichen und sehr bewusst. Es kann daher vorkommen, dass man nicht berücksichtigt wird – hierfür bitten wir um Verständnis.

Harmonie der Aromen

Food Pairing

Entdecken Sie die Kunst der perfekten Wein- und Speisenkombination. Klicken Sie auf die Karten, um mehr zu erfahren.

Die Basis

Food Pairing folgt einfachen Prinzipien: Aromen sollen sich ergänzen oder ausgleichen, nicht gegeneinander arbeiten. Zwei einfache Merksätze helfen fast immer:

  • Säure schneidet Fett (macht cremige oder fettige Speisen frischer).
  • Kräftig zu kräftig, fein zu fein (damit nichts überdeckt wird).

Weißwein

Trockener Riesling

Ideal zu Fisch, Geflügel, Spargel und asiatischer Küche. Seine frische Säure wirkt wie ein „Spritzer Zitrone":

  • • Macht Butter/Sauce Hollandaise leichter.
  • • Balanciert Würze und Schärfe perfekt aus.
  • • Überdeckt zarte Speisen nicht.

Burgunder

Grau- oder Weißburgunder passen hervorragend zu Pasta mit hellen Saucen und Pilzgerichten:

  • • Weniger „spitze" Säure als Riesling.
  • • Nussige, mild-fruchtige Aromen schmiegen sich an Pasta an.

Aromatische Weine

Muskateller oder Gewürztraminer zu würzigen Gerichten und orientalischer Küche.

Rotwein

Fruchtbetont (z.B. Spätburgunder)

Perfekt zu mediterranen Gerichten und Pizza. Harmoniert gut mit der Säure von Tomatensaucen.

Kräftig (z.B. Primitivo)

Begleitet kräftiges Grillfleisch und würzige Schmorgerichte. Braucht Druck und Fülle gegen Röstaromen.

Pasta-Regel:

Hell & cremig → Burgunder.
Tomatig & würzig → fruchtbetonter Rotwein.

Schaumwein

Aperitif, leichte Vorspeisen, Sushi oder salzige Snacks. Die Perlage erfrischt den Gaumen.

  • Aperitif (Gaumen wecken)
  • Sushi & Sashimi
  • Salzige Snacks

Süßwein

Desserts, Blauschimmelkäse oder als krönender Abschluss eines feinen Menüs.

  • Schokoladen-Desserts
  • Kräftiger Blauschimmelkäse
  • Fruchtige Torten

👉 Alle Pairings sind Empfehlungen. Geschmack ist individuell – erlaubt ist, was schmeckt.

Wissen & Verständnis

Wichtige Begriffe rund um Wein

Gerade für Einsteiger wirken viele Weinbegriffe zunächst abstrakt. Dabei lassen sich die meisten sehr gut schmecken, fühlen oder riechen. Zwei der wichtigsten und am häufigsten genannten Begriffe sind Sulfite und Gerbstoffe (Tannine).

Sulfite schützen Wein vor Oxidation und unerwünschten Mikroorganismen. Sie entstehen zum Teil natürlich bei der Gärung, werden aber oft zusätzlich in kleinen Mengen zugesetzt, um den Wein haltbar und stabil zu machen.

Wofür sind Sulfite wichtig?

  • Sie verhindern, dass Wein zu schnell altert oder „kippt"
  • Sie schützen vor Oxidation (ähnlich wie Zitronensaft bei aufgeschnittenem Obst)
  • Sie sorgen dafür, dass Wein transport- und lagerfähig bleibt

Wie erkennt man Sulfite geschmacklich?

Sulfite haben keinen eigenen Geschmack, können sich aber bemerkbar machen, wenn sie in höherer Menge vorhanden sind:

  • leicht stechender Eindruck in der Nase
  • der Wein wirkt manchmal etwas verschlossen oder kantig
  • häufig eher bei sehr jungen oder stark geschützten Weinen

Wichtig: Ein trockener Mund kommt nicht von Sulfiten – das ist ein häufiger Irrtum. Auch Kopfschmerzen werden meist nicht durch Sulfite verursacht, sondern eher durch Alkohol, Dehydrierung oder Histamine.

Gerbstoffe, auch Tannine genannt, stammen aus:

  • den Schalen, Kernen und Stielen der Trauben
  • dem Holzfass (z. B. Barrique)

Sie sind vor allem in Rotweinen enthalten, da diese mit Schalen vergoren werden.

Wofür sind Gerbstoffe wichtig?

  • Sie geben dem Wein Struktur und Körper
  • Sie machen Rotwein lagerfähig
  • Sie sorgen für Tiefe und Spannkraft

Wie erkennt man Gerbstoffe geschmacklich?

Gerbstoffe lassen sich sehr gut fühlen:

  • der Mund fühlt sich nach dem Schlucken trocken an
  • ein pelziges oder zusammenziehendes Gefühl auf Zunge und Zahnfleisch
  • ähnlich wie bei starkem schwarzen Tee oder unreifer Banane

👉 Ein einfacher Test: Wenn du nach dem Schlucken das Gefühl hast, dass dir „der Speichel weggezogen wird", liegt das an Gerbstoffen, nicht an Sulfiten.

Warum sind sie manchmal unangenehm?

  • Bei jungen Weinen können Tannine noch rau und kantig wirken
  • Mit Reife oder Luft (Dekantieren) werden sie oft weicher und runder
Boden & Charakter

Terroir

Terroir beschreibt das Zusammenspiel aus Boden, Klima, Lage, Mikroklima und menschlicher Arbeit.

Kurz gesagt: Terroir ist der Grund, warum derselbe Rebstock an zwei verschiedenen Orten völlig unterschiedlich schmeckt – obwohl es die gleiche Rebsorte ist.

Man kann sich Terroir wie den Charakter eines Ortes im Glas vorstellen.

Boden

Schiefer, Kalk, Sand, Lehm – die Basis des Terroirs

Die Beschaffenheit des Bodens beeinflusst maßgeblich, wie die Reben Nährstoffe aufnehmen. Verschiedene Böden wie Schiefer, Kalk, Sand oder Lehm geben dem Wein unterschiedliche mineralische Noten und Texturen. Ein steiniger Boden kann dem Wein mineralische Aromen verleihen, während ein Lehmboden oft zu voluminöseren, weicheren Weinen führt.

Klima

Warm oder kühl, viel oder wenig Sonne

Das Großklima einer Region bestimmt, ob die Trauben genug Zeit haben, vollständig zu reifen. In warmen Klimazonen entstehen üppige, reife Weine mit höherem Alkoholgehalt. Kühle Klimazonen hingegen produzieren oft frischere, säurebetontere Weine mit zarteren Fruchtnoten. Die Balance zwischen Sonnenstunden, Niederschlag und Temperaturverlauf prägt den Charakter des Weins entscheidend.

Lage

Hang, Höhe, Ausrichtung zur Sonne

Die geografische Position der Rebzeile – ob in einer Hanglage, auf welcher Höhe und mit welcher Ausrichtung zur Sonne – hat enormen Einfluss auf die Traubenqualität. Steilhänge bieten bessere Drainage und mehr Sonneneinstrahlung. Die Höhenlage beeinflusst die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht, was wiederum die Aromenentwicklung beeinflusst. Eine Südausrichtung maximiert die Sonneneinstrahlung und fördert die Reife.

Mikroklima

Wind, Nähe zu Flüssen, Wärmespeicherung

Das Mikroklima beschreibt die lokalen klimatischen Bedingungen direkt im Weinberg. Wind kann kühlend wirken und die Reifung verlangsamen, während die Nähe zu Flüssen oder Seen für ausgleichende Temperaturen sorgt. Steine oder Felsen können Wärme speichern und in der Nacht abgeben, was die Reifung unterstützt. Diese kleinteiligen Unterschiede können innerhalb derselben Appellation zu deutlich unterschiedlichen Weinen führen.

Menschliche Arbeit

Lesezeitpunkt, Ertrag, Ausbau

Die Entscheidungen des Winzers sind ein entscheidender Teil des Terroirs. Der Zeitpunkt der Lese beeinflusst den Reifegrad und damit das Aromenspektrum. Ein niedriger Ertrag führt oft zu konzentrierteren, intensiveren Weinen. Der Ausbau – ob im Edelstahltank, im Holzfass oder in Beton – formt den finalen Charakter des Weins und interpretiert das natürliche Terroir auf eine bestimmte Art und Weise.

All diese Faktoren wirken zusammen und prägen, wie ein Wein riecht, schmeckt und sich anfühlt.

Steiniger Boden → mineralisch

  • Geschmackseindruck: Kreide, Feuerstein, nasser Stein
  • Gefühl: klar, präzise, oft „salzig" wirkend
  • Typische Beschreibung: mineralisch, straff, kühl

Oft bei Weinen von Schiefer- oder Kalkböden

Kühles Klima → frisch & säurebetont

  • Geschmackseindruck: Zitrus, grüner Apfel, Limette
  • Gefühl: macht den Mund „wässrig", sehr erfrischend
  • Typische Beschreibung: frisch, lebendig, knackig

Häufig in nördlichen Regionen oder höheren Lagen

Warmes Klima → reif & üppig

  • Geschmackseindruck: reife Früchte, Pfirsich, dunkle Beeren
  • Gefühl: weich, rund, manchmal leicht süßlich
  • Typische Beschreibung: voll, warm, üppig

Typisch für sonnige, südliche Regionen

Stell dir beim Probieren einfache Fragen:

  • Wirkt der Wein kühl oder warm?
  • Ist er eher frisch und leicht oder rund und kräftig?
  • Fühlt er sich klar und präzise an oder weich und breit?

Beispiele für einfache Beschreibungen:

  • „Wirkt sehr frisch und mineralisch, eher kühl."
  • „Reife Frucht, weich und rund – wirkt sonnig."
  • „Straff, klar, wenig Frucht, dafür viel Spannung."

Terroir bedeutet nicht, dass ein Wein besser oder schlechter ist.
Es erklärt lediglich, warum er so schmeckt, wie er schmeckt.

Zwei Rieslinge können komplett unterschiedlich wirken – und beide großartig sein.

Technik & Praxis

Wie läuft ein Tasting ab?

Ein Weintasting folgt immer dem gleichen, einfachen Ablauf: Sehen → Riechen → Schmecken.

Wenn man diesen Ablauf einhält und die richtigen Begriffe kennt, wirkt man schnell sicher – auch als Einsteiger.

Wein Tasting

Quelle: www.aromaster.com

Zuerst schaut man sich den Wein im Glas an, idealerweise vor einem hellen Hintergrund.

Typische Farbskalen:

Weißwein:

Strohgelb → Hellgelb → Goldgelb

  • Strohgelb: meist jung, frisch
  • Goldgelb: reifer, oft gehaltvoller oder im Holz ausgebaut
Rosé:

Lachsfarben → Zartrosa → Kirschrosa

  • Hell & lachsfarben: leicht, frisch
  • Kräftiger roséfarben: mehr Struktur, mehr Geschmack
Rotwein:

Rubinrot → Dunkelrot → Granatrot

  • Rubinrot: eher jung, fruchtbetont
  • Granatrot: reifer, entwickelter Wein

Profi-Tipp: Man kann ruhig sagen: „Die Farbe wirkt recht klar und eher jugendlich." Das zeigt Aufmerksamkeit, ohne zu übertreiben.

Jetzt kommt die Nase. Das Glas leicht schwenken und riechen.

Beim Riechen beschreibt man nicht perfekt, sondern ehrlich. Es geht um Eindrücke, nicht um richtige oder falsche Antworten.

Typische Aromengruppen:

  • Frucht: Apfel, Zitrus, Beeren, Pfirsich
  • Blumen: Blüten, Holunder, Veilchen
  • Kräuter & Würze: Gras, Kräuter, Pfeffer
  • Holz & Reife: Vanille, Toast, Nuss, Tabak

Profi-Tipp: Statt ein einzelnes Aroma festzunageln, lieber sagen:

  • „Wirkt fruchtbetont, eher frisch als reif."
  • „Ich nehme eine leichte Würze und etwas Holz wahr."

Das klingt souverän und offen.

Jetzt nimmt man einen Schluck und lässt den Wein kurz im Mund wirken.

Achte besonders auf diese Punkte:

Süße & Säure
  • Süße: bleibt etwas Zucker spürbar?
  • Säure: macht der Wein den Mund „wässrig" und frisch?
Körper

Wie füllig fühlt sich der Wein an?

  • leicht (wirkt schlank, fast tänzelnd)
  • mittel (angenehm rund)
  • kräftig (füllig, fast „schwer" im Mund)
Länge

Wie lange bleibt der Geschmack nach dem Schlucken?

  • kurz: schnell weg
  • mittel: einige Sekunden
  • lang: bleibt deutlich präsent

Profi-Tipp: „Der Wein hat einen mittleren Körper und einen angenehmen, sauberen Abgang." Das ist eine sehr sichere Aussage.

Bouquet

= der Gesamteindruck der Nase

Alles, was du riechst, zusammengefasst

„Ein eher fruchtiges Bouquet."

Struktur

= wie gut Säure, Alkohol, Frucht und Gerbstoffe zusammenpassen

„Gut strukturierter Wein" heißt: nichts wirkt chaotisch.

Abgang

= der Geschmack nach dem Schlucken

„Kurzer Abgang" oder „langer, sauberer Abgang"

Balance

= nichts sticht negativ hervor

weder zu sauer, noch zu bitter, noch zu alkoholisch

„Sehr ausgewogen" ist immer ein gutes Urteil.

Man muss nicht alles exakt benennen, um kompetent zu wirken. Viel wichtiger ist, ruhig zu bleiben und Eindrücke sauber zu formulieren.

Wer sagt: „Wirkt frisch, gut balanciert und angenehm zu trinken" liegt fast nie falsch – und klingt ganz sicher nicht wie ein Anfänger.

Service & Präsentation

Servieren – Temperatur & Glasform

Weißwein wird idealerweise bei 8–10 °C serviert.

Verwendet wird meist ein schlankes Glas, das die Frische und Säure bündelt. So wirkt der Wein lebendig, klar und nicht zu breit im Geschmack.

Rotwein entfaltet sich am besten bei 16–18 °C.

Ein bauchiges Glas gibt dem Wein mehr Luft, wodurch sich Aromen und Struktur besser entwickeln können. Gerade bei kräftigeren Rotweinen ist das entscheidend für die Aromatik.

Schaumwein sollte gut gekühlt bei 6–8 °C ins Glas kommen.

Ideal ist eine Tulpenform, da sie sowohl die Perlage (das Mousseux) als auch die Aromen besser zur Geltung bringt als eine klassische flache Schale.

Süßwein trinkt man ebenfalls bei 8–10 °C, meist aus einem kleineren Glas.

Dadurch bleiben Süße und Aromen konzentriert, ohne schwer oder klebrig zu wirken.

Heute wird häufig ein universelles Weinglas für alle Weinarten genutzt. Dieses wird zwischen den Weinen ausgespült und vor dem Einschenken oft mit einem kleinen Schluck des neuen Weins „vorgespült", um Fremdaromen zu vermeiden.

Qualität & Erkennung

Weinfehler erkennen

Nicht jeder Wein, der ungewohnt oder „komisch" schmeckt, ist automatisch schlecht. Es gibt aber typische Weinfehler, die man erkennen kann – vor allem über Geruch und Geschmack.

Ein gekorkter Wein ist nicht verdorben, sondern durch einen fehlerhaften Naturkork beeinträchtigt.

Woran erkennt man ihn?

  • Geruch nach nassem Karton, feuchtem Keller oder Moder
  • wirkt dumpf, muffig und wenig lebendig
  • die Frucht ist stark gedämpft oder komplett verschwunden

Wie schmeckt ein gekorkter Wein?

  • flach und leblos
  • kaum Frucht, manchmal bitter
  • kein klarer Abgang, eher stumpf

Ursache

Ein fehlerhafter Naturkork – hat nichts mit Qualität oder Preis des Weins zu tun.

Was tun?

  • im Restaurant oder beim Weingut ansprechen und reklamieren
  • zu Hause: vergleichen (riecht ein zweites Glas genauso?)

Ein oxidierter Wein hatte zu viel Kontakt mit Sauerstoff.

Woran erkennt man ihn?

  • Weißwein: deutlich dunkler, gold- bis bräunlich
  • Rotwein: ziegelrot bis bräunlich
  • kaum Frische, wenig Spannung

Wie schmeckt ein oxidierter Wein?

  • flach, müde, manchmal bitter
  • erinnert an Apfelmost, Nüsse oder Sherry (ungewollt)
  • keine klare Frucht mehr

Ursache

  • schlecht schließender Kork
  • lange offen stehende Flasche
  • falsche Lagerung

Was tun?

  • Oxidation lässt sich nicht rückgängig machen
  • reklamieren (bei Weingut / Gastronomie), sonst nicht weiter trinken

Schmeckt dir ein Wein, darfst du ihn trinken – unabhängig von Lehrmeinungen.

Manche Stile wirken für Einsteiger „fehlerhaft", sind aber bewusst so gemacht.

Vertrau am Ende immer deinem eigenen Geschmack.

Inspiration & Humor

Weinweisheiten

Hirzenhain schenkt kräftig ein, Genuss muss schließlich flüssig sein.

Ein Weinchen fein aus Hirzenhain, lädt jeden gleich zum Lachen ein.

Riesling, Merlot, Chardonnay – Hauptsach' ist, uns tut nichts weh!

Bei Wein und Spaß in Hirzenhain will keiner heut' lang nüchtern sein.

Lieber vollmundig trinken, als kleinkariert denken!

Hoch die Gläser, tief die Kehlen, gute Tropfen darf man nicht quälen.

Bei Wein, Gesang und frohem Sinn – schenk nach, ich weiß nicht, wo ich bin!

Mögen unsere Gläser niemals leer, und unser Kopf nie allzu schwer!

Wein rein, Sorgen raus – so sieht Lebensfreude aus!

Wein macht froh und hebt den Geist – wer anders denkt, hat schlecht gespeist!

Ob Korken ploppt, ob Schrauber dreht, Hauptsach', dass der Pegel steht.

Handverlesen

Wein Reviews

Château Margaux
5/5
Jahrgang 2015

Château Margaux

Ein außergewöhnlicher Wein mit komplexen Aromen von schwarzen Früchten, subtilen Gewürznoten und einem Hauch von Eichenholz. Am Gaumen kraftvoll, aber elegant mit seidigen Tanninen.

Mosel Riesling
4/5
Jahrgang 2020

Mosel Riesling

Frischer, mineralischer Riesling mit Noten von grünem Apfel, Pfirsich und einem Hauch von Honig. Die ausgewogene Säure und Restsüße sorgen für ein harmonisches Geschmackserlebnis.

Provence Rosé
3/5
Jahrgang 2023

Provence Rosé

Leichter, erfrischender Rosé mit Aromen von Erdbeeren, Himbeeren und einem Hauch von Zitrus. Perfekt für warme Sommerabende und als Begleitung zu leichten Gerichten.

Ein Augenzwinkern

Weinwitze

Was sagte der Weißwein zum Rotwein?

„Sei nicht sauer, nur weil ich leichter im Abgang bin!“

Was ist der Unterschied zwischen Wein und deiner Meinung?

Der Wein interessiert mich wirklich!

Warum stehen Weinkenner nicht früh auf?

Weil sie am liebsten liegen bleiben.

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Kontakt

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Wein Straße 123
35713 Hirzenhain

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